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Prozesstechnik Kropf, Gesellschaft für angewandte Prozessleittechnik mbH
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EATON Powerware und Prozesstechnik Kropf GmbH realisieren USV-Konzept für BMW Regensburg


 

 

 

Um für mehr Sicherheit und Zuverlässigkeit zu sorgen, hat sich BMW Regensburg für ein dezentrales Powermanagement entschieden. Neben diesen beiden Aspekten spielten auch Wirtschaftlichkeit und nachhaltiger Nutzen für den Automobilhersteller eine große Rolle. Zusammen mit den beiden Partnern EATON Powerware und Prozesstechnik Kropf GmbH hat BMW Regensburg dieses Projekt umgesetzt.

Mehr Sicherheit bei gleichzeitig einfacherem Management – diese Anforderungen setzte BMW Regensburg an ein neues Versorgungskonzept. Denn gerade in der Energie- und Medienversorgung hat sich über die Jahre hinweg einiges geändert: Das Management, die Wartung und die Instandhaltung der verschiedenen Anlagen wurde zunehmend schwieriger, weil beispielsweise enorme Kabellängen über das gesamte Werksgelände verteilt waren. Zudem wollte BMW Regensburg auch neuen Anforderungen stets gewachsen sein: Anlagenerweiterungen sowie die Installation zusätzlicher Verbraucher erfordern ein flexibles Infrastrukturmanagement, das auch künftige Herausforderungen bewältigen kann. „Da die Zahl der aktiven Komponenten im Netzwerk ebenso wie die Netzwerklast kontinuierlich ansteigen, war es notwendig, eine moderne USV-Versorgung einzuführen, die dieser erhöhten Herausforderung Stand halten konnte“, erklärt Jörg Tratzl, der als Elektroplaner bei BMW Regensburg, das Projekt verantwortete.

Kurze Installationszeit, höchster Schutz
Grund genug für BMW Regensburg, ein fortschrittliches, dezentrales Konzept anstelle der bisherigen zentralen USV-Versorgung einzuführen. Dank dieses Konzepts sind die elektrischen Verhältnisse an allen Punkten des Netzwerkes exakt definierbar, der Single Point of Failure (Zentral-USV) ist aufgelöst und die Sicherheit des USV-Konzepts sowie die Sicherheit am Verbraucher sind heute gewährleistet.
Um den angestiegenen Wartungs- und Instandhaltungsaufwand wieder zu senken musste der Automatisierungs- und Vernetzungsgrad gesteigert werden: Die Softwarelösung zenOn sorgt dafür, dass die USV-Anlagen betrieben und in Stand gehalten werden können. Im Störungsfall sorgt ein umfassendes Alarm-Management für Sicherheit. „Wichtig bei der Konzeption sind die lückenlose und exakte technische Ausarbeitung sowie die konsequente Umsetzung in allen Details“, erläutert Frank Repper, Vertriebsleiter bei EATON Powerware, zur Projektvorbereitung und -umsetzung. Im Projekt verantwortete EATON Powerware die Installation der USV-Anlagen, die teils mit SNMP-Anschlüssen nachgerüstet wurden. Die Konfiguration, die Eintragung der IP-Adressen sowie die Integration in zenOn leistete die Prozesstechnik Kropf GmbH. BMW war zu jedem Zeitpunkt während und nach der Projektlaufzeit mit der eigenen Entscheidung ebenso zufrieden: „Wir haben uns für EATON Powerware entschieden, weil wir festgestellt haben, dass dieser Hersteller ein herausragendes Preis-/Leistungsverhältnis bieten konnte. Hinzu kommt, dass die die Produkte sofort einsatzbereit waren – Plug & Play – und sich umfassend mit Softwarelösung zenOn, die wir bereits seit Jahren erfolgreich im Einsatz haben, integrieren ließen“, ergänzt Jörg Tratzl von BMW. Powerware sei eine Marke, die sehr gute Referenzen in Installationen vorweisen könne, die sehr hohe Sicherheitsanforderungen erfüllen.

Fortschrittliches Energiemanagement
Das Projekt-Team legte fest, dass insgesamt 10 USV - Anlagen von 8 bis 120 kVA den Struktureinheiten des Werkes – Lackiererei, Montage und Rohbau – zugeordnet werden sollen. Dabei galt es, in der Lackiererei die Prozesssteuerung mit einer Anlage mit 30kVA abzusichern. Ein gespiegeltes Backup mit einer USV-Anlage mit 2x80kVA gewährleistet heute in der Leitwarte wirksamen Schutz vor Stromausfällen und Überspannungsschäden für die Server- und Rechnertechnik. Bei Bedarf kann BMW hier die Anlagen auf 4x80kVA erweitern und das sogar unterbrechungsfrei während des Betriebes. Das USV - Konzept sieht es auch vor, das Rechenzentrum des Werkes im BMW-weiten Verbund abzusichern. Die Besonderheit dabei war, dass die Spiegelhälften sowie die zentralen Versorgungs-/Einspeise-/Umgehungseinheiten in getrennten Räumen aufgestellt wurden. Zu den USV-Anlagen, die bei BMW in Regensburg im Einsatz sind zählen unter anderem zwei Powerware 9355 mit jeweils 8kVA und 10kVA. Die Powerware 9355 ist speziell für sensible Anwendungen in Serverumgebungen ausgelegt. Sie bietet Schutz für betriebskritische Infrastruktur- und Sicherheitssysteme, Telekommunikationsanlagen oder Anwendungen im Finanz- und Gesundheitswesen. Zudem setzt der Regensburger Automobilhersteller heute die Powerware9305 mit jeweils 20, 30 und 40kVA ein. Als Parallelanlagen hat BMW Powerware 9390 mit zweimal 80kVA sowie mit zweimal 120kVA im Einsatz sowie eine Powerware 9390 mit 40kVA. Diese Geräte arbeiten nach dem Doppelwandlerprinzip und schützen unternehmenskritische Systeme wie IT-, TK- oder Produktionsanlagen im Fall von Stromausfällen oder Störungen in der Spannungsversorgung. Gegenüber Vorgängermodellen wurden Wirkungsgrad, Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit nochmals gesteigert. Mit Hilfe der von Powerware patentierten Hot-Sync-Technologie lassen sich bis zu acht USVs parallel betreiben. Hot Sync sorgt dabei für eine automatische Lastverteilung und erlaubt auch das Gruppieren und Segmentieren der USVs für einzelne Verbrauchergruppen. „Vor allem die Hot-Sync-Parallelschaltung hat uns überzeugt. Sie ermöglicht den Kapazitäts- oder Parallelbetrieb mehrerer USV-Module und trägt so zur Steigerung der Ausgangsleistung und der Ausfallsicherheit bei“, bekräftigt auch BMW-Projektleiter Jörg Tratzl. Die Powerware 9390 bietet die Möglichkeit, die USV per SNMP oder Webbrowser remote zu überwachen und zu steuern.

Zentrale Überwachung und Steuerung der Medienversorgung
Heute sind die gesamten Überwachungs- und Steuerungsprozesse der Energie- und Medienversorgung in der Leittechnik der Werksversorgungszentrale eingegliedert. Ein zentrales grafisches USV-Monitoring ermöglicht es, alle im Netzwerk befindlichen USV-Anlagen im Server/Client-Prinzip zu überwachen und zu steuern. Mittels SNMP-Adaptern greift die Softwarelösung zenOn auf alle in den USV-Anlagen anfallenden Informationen zu. Um die USV-Daten zu visualisieren, hat Prozesstechnik Kropf hierfür eine Übergabe-Schnittstelle für die Daten sowie eine Benutzeroberfläche für die einfache Bedienung der Software entwickelt. Prozesstechnik Kropf ist bereits ein langjähriger Partner von BMW. Das Unternehmen aus Oberkotzau hat bereits die zentrale Leittechnik für das BMW-Werk in Regensburg aufgebaut und die Software implementiert: Alle Medien (Licht, Luft, Strom, etc.), die für den Betrieb des Werkes essentiell sind, werden heute von der Software zenOn gesteuert und überwacht: Mit Hilfe von zenOn werden alle anfallenden Informationen wie beispielsweise zu Auslastung oder Störungen visualisiert und stehen dem Bedienpersonal zur Verfügung, um im Bedarfsfall einzugreifen. Wichtig dabei ist auch, dass neue Technologien, die künftig über das Firmennetzwerk genutzt werden, wie beispielsweise IP-Telefonie, heute auch über die USV - Anlagen abgesichert werden können.

Zukunftsweisende und effiziente Lösung
Die Dezentralisierung der unterbrechungsfreien Stromversorgung hat sich für das BMW-Werk in Regensburg als großer Vorteil erwiesen. Dank der Automatisierungstechnik und der Softwarelösung zenOn ist die dezentrale USV-Lösung ebenso einfach und zuverlässig steuerbar wie eine zentral aufgesetzte Lösung. Das Know-how und die langjährige Erfahrung mit Energiemanagement und Leittechnik der Projektpartner Prozesstechnik Kropf GmbH und EATON Powerware schafften die Voraussetzungen für einen reibungslosen Projektverlauf – und heute einen reibungslosen Betrieb der USV-Anlagen. Der BMW-Verantwortliche Jörg Tratzl resümiert: „Wir konnten unser Ziel zu 100 Prozent umsetzen. Trotz einer Dezentralisierung ist der Aufwand für Instandhaltung und Wartung gesunken und die Kosten bleiben im Rahmen. Die Auswahl der Systeme erwies sich als richtig, ebenso die Auswahl der Projektpartner, denn das Zusammenwirken aller Beteiligten hat exzellent funktioniert.“


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 Bewertung: Uninteressant   Hochinteressant  
autor: PTK Redaktion
stav ke dni: 06.10.2008

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